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Weltgebetstag: „Was ist denn fair?“

Globale Gerechtigkeit stand im Zentrum des Weltgebetstags mit dem Schwerpunkt Philippinen. Auch Frauen aus Gronau und Zell trafen sich am 3. März im Gemeindehaus Zell, um wie zahlreiche Frauen weltweit gemeinsam zu beten, zu singen und zu feiern.

„Was ist denn fair?“- dies war die Leitfrage beim diesjährigen Weltgebetstag der Frauen. Dass in den Philippinen die Frage der Gerechtigkeit häufig eine Überlebensfrage ist, wurde bei der einführenden Vorstellung des Landes anhand einer Bilderschau deutlich: Trotz des natürlichen Reichtums des Inselstaates leben viele der über 100 Millionen Einwohner in Armut. Die Ursachen liegen in einer extremen Ungleichheit zwischen Arm und Reich innerhalb der Gesellschaft: Zeitweise starkem Wirtschaftswachstum und moderner Industrie in den großen Städten stehen krasse Armut, Perspektivlosigkeit auf dem Land und städtische Slums mit mangelnder Strom- und Wasserversorgung gegenüber. Wer sich für Menschenrechte engagiert, lebt häufig gefährlich.

Das Thema Gerechtigkeit wurde auch in der Liturgie des Gottesdienstes aufgegriffen, in dessen Zentrum das Gleichnis der Arbeiter im Weinberg (Mt 20, 1-16) gestellt war. Zudem wurden exemplarisch die Lebensgeschichten dreier philippinischer Frauen vorgestellt, die unterschiedliche Aspekte der sozialen Ungerechtigkeit beleuchteten. Dass auch die Künstlerin Rowena Laxamana-Sta.Rosa beim Titelbild zum Weltgebtstag „A Glimpse of the Philippine Situation“ das Problem der ökonomischen Ungerechtigkeit in den Mittelpunkt gerückt hat, wurde bei der abschließenden Bildbetrachtung deutlich.

Umrahmt wurde der Gottesdienst durch den gemeinsamen Gesang von Liedern, die vom Weltgebetstags-Kommitee zusammengestellt worden sind. Die Vorbereitung und Durchführung des Gottesdienstes übernahmen in bewährter Weise die Mitglieder des Frauenkreises Gronau/Zell. Sie luden dann auch zu einem gemeinsamen Ausklang bei Kaffee und Kuchen im Anschluss an den Gottesdienst ein.


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