Besuch in der Jagdhütte Märkerwald

veröffentlicht 04.06.2026 von fd, KG Gronau und Schönberg/ Wilmshausen

Die Männer waren wieder mal unter sich, Pfarrer Oliver Mattes hatte für ein weiteres Treffen für Freitag, 22. Mai eingeladen.

Oliver Mattes empfing um 17.15 Uhr die gesellige Runde vor der Kirche, mit einem passenden Bibelvers. Im Psalm 27 heißt es: 

Der Herr ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten? Der Herr ist die Kraft meines Lebens: vor wem sollte mir bangen?

Mit diesen Worten der Zuversicht machten sich die Männer auf den Weg von der Ortsmitte zum Parkplatz Märkerwald, an dem weitere Personen hinzukamen. Durch das interessante Programm angelockt, hatten sich 27 Männer angemeldet. An dem Parkplatz empfing Wolfgang Singer die Wanderer in seinem Jagdrevier und erläuterte das Programm. Dazu hatte er in der vergangenen Woche einen Rehbock erlegt und von dem Fleisch ein schmackhaftes Goulasch gekocht. Zunächst ging es zu Fuß weiter über die Serpentinen zum Waldweg in die Saubach. Der steile Anstieg ließ bei dem sonnigen Sommerwetter die ersten Schweißtropfen rinnen. Unterwegs machte die Gruppe an einem Nistkasten halt, der von einem Waschbären leergeräumt wurde. Kurz vor der Hütte galt es nochmal einen steilen Anstieg zu bewältigen, bei dem die ersten Leckermäuler den Geruch von dem Wildgoulasch spürten.

Der Mitjagdpächter Rainer Rindfleisch aus Zwingenberg begrüßte die Gruppe sehr waidmännisch mit seinem Jagdhorn. Nach einer kurzen Verschnaufpause vor der Hütte hielt Wolfgang einen kurzen Vortrag zu seinem Revier und beantwortete viele Fragen der sichtlich interessierten Männer.

Das Revier Märkerwald umfasst rund 510 Hektar und grenzt sich durch den Bachlauf von dem etwas kleineren Jagdrevier Gronau Süd ab. Die vier Jagdpächter verstehen sich untereinander sehr gut und ermöglichen noch weiteren Personen aus Zell, mit einem Begehungsschein das Revier zu bejagen. 

Zu dem Jagdrevier gehört auch die 1950 erbaute Jagdhütte Märkerwald, die heute als unsere Bewirtungsstätte diente. Neben den Wildtierpopulationen wurden auch die verschiedenen Jagdarten vorgestellt. Bedingt durch den anwachsenden Schaden infolge Wildverbiss wurden die Abschusszahlen für Rehwild deutlich erhöht. Die afrikanische Schweinepest hat auch dieses Revier nicht verschont, es wird aber wieder vereinzelt Schwarzwild gesichtet. 

Nachdem alle Fragen beantwortet waren, ging es zu dem Freisitz, auf dem Wolfgang bereits eingedeckt hatte. Zu dem Gaumenschmaus aus dem Kochtopf wurde leckeres Bauerbrot gereicht. Für den Durst waren ausreichend Getränke vorhanden, die zu kurzweiligen Gesprächen einluden. 

Kurt Seilheimer aus dem benachbarten Wilmshausen hatte kurzerhand ein Gedicht über Männer im Allgemeinen und im Besonderen vorbereitet und trug es auf charmante Art und Weise vor.

Als Zugabe hörten wir einen weiteren Reim zum Thema Sterben und Beisetzung. Dazu passend hat Pfarrer Oliver Mattes und Frank Dingeldey vom Ortsbeirat in der kommenden Woche einen Ortstermin mit der Friedhofsverwaltung.

Abschließend wurde noch auf das nächste Treffen am Freitag, 19. Juni hingewiesen, bei dem der Gronauer Campingplatz besucht wird.