Den Auftakt zur Gemeindeversammlung bildete der Gottesdienst zum Sonntag Invokavit, der vom Singkreis Aufwind mit gestaltet wurde. Nach einer Pause mit Kaffee und Snacks gaben Elna Singer und Martin Langlotz stellvertretend für den Kirchenvorstand zunächst einen Abriss über das vergangene Jahr mit einer Vorstellung der verschiedenen Aktivitäten innerhalb der Gemeinde sowie der Entwicklung innerhalb des Prozesses in der Nachbarschaft der Bensheimer Gemeinden.
Ein Schwerpunkt war hierbei die Entwicklung bezüglich des Gebäudebestandes: Wie bereits bei der letzten Versammlung erläutert, kann das Gemeindehaus in Zell nicht weiter betrieben werden, da es aus der Finanzierung durch die EKHN herausfällt. Hier laufen die Bemühungen um eine Veräußerung, die bisherigen Ansätze blieben allerdings ohne Ergebnis. Eine mögliche Nutzung bietet sich evtl. mit einem in Zell geplanten Projekt “WohnVision”.
Neuigkeiten gab es auch zum Gemeindehaus Gronau: Das bisherige Vorhaben, das Gebäude barrierefrei umzubauen, liegt nach dem Nachweis von Asbest zunächst auf Eis, da eine Entsorgung die Umbaukosten enorm ansteigen ließe. Als Alternative wurde eine Vision zur Umgestaltung der Kirche vorgestellt: Durch eine Abtrennung des hinteren Teils ließen sich die dadurch entstehenden Räume für Gemeindegruppen und Veranstaltungen nutzen, während im vorderen Bereich weiter Gottesdienste gefeiert werden könnten. Eine konkrete Planung dazu gibt es allerdings noch nicht.
Pfarrer Oliver Mattes stellte neben einer Statistik zu Amtshandlungen und der Mitgliederentwicklung im vergangenen Jahr die weitere Entwicklung bezüglich des Nachbarschaftprozesses vor: Als nächster Schritt steht die Wahl der Rechtsform ab dem 01.01.2027 an. Die beiden Kirchenvorstände Gronau / Zell und Schönberg / Wilmshausen präferieren hierbei die Form einer Gesamtkirchengemeinde. Dies würde u.a. bedeuten, dass es für alle fünf Gemeinden der Nachbarschaft dann einen Gesamtkirchenvorstand gibt, dem neben 3 Mitgliedern des Verkündigungsteams auch 20 gewählte Mitglieder angehören - davon 4 aus Gronau / Zell. Die Gemeinden blieben dabei rechtlich selbständig, die Arbeit “vor Ort” wird durch Ortskirchenausschüsse begleitet.