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Willkommen bei "Kirche zu Hause"! Auf dieser Seite finden Sie das "Tagebuch", das während des Lockdowns im Frühjahr 2020 entstanden ist. |
„Zuversicht! 7 Wochen ohne Pessimismus“. Ob die Initiatoren der diesjährigen Fastenaktion wohl geahnt haben, wie nötig wir in den Wochen vor Ostern Zuversicht haben? Eher nicht.
Johann Hinrich Claussen schrieb schon 2019 in Vorbereitung der 7-Wochen-ohne-Aktion:
„Da der Deutsche an und für sich eher zum Pessimismus neigt und seine Befriedigung gern daraus zieht, mit schwarzen Prophezeiungen Recht zu behalten, sei hier an die Tugend der Zuversicht erinnert. Sie ist eine Gestalt der Freiheit, die sich traut, an die Möglichkeit des Guten zu glauben, und die Gelegenheit zur Veränderung ergreift.“
Beides – Pessimismus und Zuversicht - begegnet uns momentan in ausgeprägten Formen.
„Wenn Schreckensmächte von hinten heranpreschen und vor einem nur das dunkle Meer liegt, erlaubt die Zuversicht sich die Frechheit, weiter nach vorn zu gehen – festen Schrittes und mit einem festen Herzen – und mit Gottvertrauen zu schauen, ob sich nicht doch ein Rettungsweg öffnet.“
Unsere Glocken läuten nun – wie alle Glocken der Landeskirche und der Bistümer - jeden Tag um 19.30 Uhr.
U. Voll
Willkommen in der 2. Woche von „Kirche zu Hause“. Ausnahmenzustand. Der Blick aus dem Fenster heute morgen zeigt ein Stück Normalität: Auf der Baustelle der Märkerwaldstraße, Abschnitt Kirche – Hintergasse, wird gearbeitet. Die letzten Pflastersteine werden gegenüber an der Brücke verlegt. Auch auf dem Kirchturm sind zwei Maler in luftiger Höhe dabei, die Lamellen abzuschleifen. Eine Frau kommt mit voller Einkaufstasche vermutlich vom Grunemer Lädche. Alles normal.
Nur die Gruppen und Grüppchen fehlen, die sonst immer die Baustelle diskutieren. Und es ist insgesamt merklich stiller. Nicht zu sehen ist: Was die Menschen bewegt, die sich um ihre Arbeit sorgen, die sich einsam fühlen, die Angst um ihre Großeltern haben oder das Training vermissen. Bleibt in Kontakt.
Und bei allem Ausnahmezustand gilt die bleibende Zusage Jesu Christi: „Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Welt.“