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Nachhaltige Jugendfreizeit

An der Loire und in der Bretagne Sturm und Regen getrotzt

Um ein Haar hätte die Jugendfreizeit der Evangelischen Dekanate Bergstraße und Odenwald, die an die Loire und in die Bretagne führte, wegen Sturm und Regen abgebrochen werden müssen. Doch die 50 Teilnehmenden hielten sich tapfer – und sie setzten auf Nachhaltigkeit: Sie bewegten sich mit Fahrrädern fort und ernährten sich vegetarisch.

Eine Woche lang wollten sie entlang der Märchenschlösser an der Loire radeln und danach eine weitere Woche in der Bretagne am Atlantik-Strand entspannen, doch das Wetter machte den 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern an der jüngsten Jugendfreizeit der Evangelischen Dekanate Bergstraße und Odenwald ein gewaltigen Strich durch die Rechnung: Um ein Haar hätte die Tour für die 13- bis 18-Jährigen sogar abgebrochen werden müssen, denn abgesehen von den nahezu unaufhörlichen Regenfällen während der gesamten zwei Wochen richtete dann auch noch ein drei Tage währendes Sturmtief erhebliche Schäden am Camp an, wie das aus den Dekanatsjugendreferenten Bruno Ehret (Bergstraße) und Oliver Guthier (Odenwald) sowie aus dem Gemeindepädagogen Arik Siegel (Bergstraße) bestehende Leitungsteam berichten.

Nachhaltigkeit im Vordergrund

Die selbstorganisierte Jugendfreizeit an die Loire und in die Bretagne war ein Kooperationsprojekt der beiden Dekanate, bei dem nach den zwei Pandemie-Jahren das Thema Nachhaltigkeit im Vordergrund stand: Die Gruppe bewegte sich mit den Fahrrädern fort und ernährte sich ausschließlich vegetarisch.

Die Radtouren waren so abgestimmt, dass jeder der 50 Teilnehmenden sich einer der drei verschiedenen Anforderungsgruppen zuordnen konnte, um seine eigenen Grenzen zu erfahren: Mit der eigenen Muskelkraft mussten Entfernungen zwischen 30 und 100 Kilometer überwunden werden. Nach der Rückkehr am späten Nachmittag wurden dann in unterschiedlichen Zusammensetzungen und unter der Anleitung eines erfahrenen Küchenteams vegetarische Gerichte frisch hergestellt.

"Zelt in Not"

Die schlichte Unterkunft auf den Zeltplätzen gestaltete sich am Atlantik als wahres Abenteuer. Die Gruppe musste das bereits erwähnte dreitägige Sturmtief überstehen und mit einem teilweise zerstörten Küchenzelt improvisieren. Das Outdoor-erfahrene Team beherrschte jedoch alle Notsituationen und verhinderte so einen Abbruch der Freizeit. Im Gegenteil: Die Gruppe wuchs zusammen und unterstützte sich, wenn wieder einmal „Zelt in Not“ war. Und in einem selbstgestalteten Jugendgottesdienst dankten die Jugendlichen für ihre Lebenssituation. Sie gedachten der Menschen, für die Notsituationen nicht die Ausnahme, sondern die Regel sind.

Den letzten Abend, der tatsächlich mal regen- und sturmfrei war, gestalteten die pädagogisch geschulten Mitarbeiter mit gemeinschaftsbildenden Spielen, wobei die Teilnehmenden unter anderem den „gordischen Knoten“ entwirren mussten. Am Ende stimmten alle in das Lied mit ein: „Am Schlimmsten ist, wenn die Loire-Freizeit zu Ende ist.“

Das nächste Abenteuer wartet schon...

Im nächsten Jahr fahren die beiden Dekanate zu einem weiteren Outdoor-Abenteuer auf die südschwedische Seenplatte. Informationen für Interessenten aus dem Evangelischen Dekanat Bergstraße gibt es bei Dekanatsjugendreferent Bruno Ehret (Festnetz: 06252/6733-51, Mobil: 0172/6276363, E-Mail: bruno.ehret@ekhn.de) sowie Gemeindepädagogen Arik Siegel (Festnetz: 06251/938613, Mobil: 01577/3168801, E-Mail: arik.siegel@ekhn.de)

Webseite der Evangelischen Jugend im Dekanat Bergstraße


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