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Empfang zum Wechsel im Dekane-Amt

Der „Brückenbauer“ Arno Kreh „hat immer die Menschen im Blick gehabt“

Empfang zum Wechsel im Dekane-Amt: die neue Dekanin Sonja Mattes und Arno Kreh, nun Dekan und Pfarrer im Ruhestand.

In einem Empfang am Freitagabend in der Lampertheimer Notkirche wurde Arno Kreh, ehemaliger Dekan des Evangelischen Dekanats Bergstraße, für seine Menschlichkeit und seinen großen Einsatz gewürdigt; seine Nachfolgerin Sonja Mattes wurde herzlich willkommen geheißen.

Einen „klaren Blick und klare Worte“ bescheinigte Christian Engelhardt dem ehemaligen Dekan Arno Kreh beim Empfang nach dem Festgottesdienst zum Wechsel im Dekane-Amt des Evangelischen Dekanats Bergstraße. Am Freitagabend in der Lampertheimer Notkirche war der Landrat des Kreises Bergstraße der erste von fünf Grußwort-Rednern. Engelhardt dankte dem in den Ruhestand versetzten Kreh für dessen „Menschlichkeit und den großen Einsatz in herausfordernden Zeiten“. Die gute Zusammenarbeit werde er nun mit Sonja Mattes fortsetzen, versicherte Engelhardt und begrüßte die neue Dekanin „im schönsten Landkreis Hessens“: „Ihre Gemeindemitglieder sind unsere Bürger - wir haben gemeinsam viel zu tun.“

Immer eine Inspiration

Pfarrer Thomas Meurer, Leiter des Katholischen Pastoralraums Heppenheim, würdigte die Amtszeit von Arno Kreh unter dem Beifall des Publikums als „eine gute Zeit für die Ökumene“. Er (Meurer) habe Kreh als „politisch denkenden Menschen kennen und schätzen gelernt - du hast aus deinem Christsein heraus immer wieder öffentlich Stellung bezogen“. Danke sagte Meurer für den vertrauensvollen Austausch und die große Gastfreundlichkeit: „Du warst immer eine Inspiration für mich!“ Weil er wisse, dass es nach Auflösung der katholischen Dekanate im Zuge der Strukturreform „Pastoraler Weg“ kein wirkliches Gegenüber mehr für die protestantischen Schwestern und Brüder gebe, sicherte Thomas Meurer der neuen Dekanin Sonja Mattes zu, weiterhin als Kontakt zur Verfügung zu stehen.

Die „guten Wege“, die man mit Arno Kreh beschritten habe, will auch der Kirchenkreis Eisleben-Sömerda mit Sonja Mattes weiter beschreiten, versicherte Andreas Berger. Der Superintendent des ostdeutschen Partner-Dekanats war nach Lampertheim angereist, um dem ehemaligen Dekan Kreh dafür zu danken, „dass wir viel voneinander gelernt haben“. Trotz aller Unterschiedlichkeit der kirchlichen Traditionen und Strukturen in Ost und West „ist es der gemeinsame Glaube, der uns trägt und verbindet“.

Was wäre das Wort ohne die Tat?

Tobias Lauer, bis vor Kurzem Leiter der Regionalen Diakonie Bergstraße, jetzt zweiter Geschäftsführer in der Regionalen Diakonie Hessen-Nassau, schrieb Kreh ins Stammbuch, er habe seinen „Beruf aus Berufung ausgeübt“. Und die Handlungsfelder der Diakonie an der Bergstraße „hast du immer aus vollem Herzen unterstützt - du hast immer die Menschen im Blick gehabt“. Lauer zeigte sich zuversichtlich, dass diese gute Zusammenarbeit von Dekanat und Diakonie auch mit Sonja Mattes weitergeht: Bei der Wahlsynode, bei der er (Lauer) als Stimmenauszähler fungiert habe, „hat mich Ihre Ansprache komplett überzeugt“. Lauer: „Diakonie und Kirche gehören zusammen, wir gestalten das Gemeinwesen zusammen, denn was wäre das Wort ohne die Tat?“

Joachim Meyer, Dekan des Evangelischen Dekanats Vorderer Odenwald und Sprecher der Dekaninnen und Dekane in der Propstei Starkenburg, beschlossen den Reigen der Grußwort-Redner. Er würdigte Arno Kreh als „Brückenbauer“ zu Verbänden und Kommunen und als einen, „der uns immer ermutigt hat: Wir werden das schaffen, hast du oft gesagt“. Ein „herzliches Willkommen in unserer Runde“ entbot Meyer der neuen Dekanin Sonja Mattes: „Wir wollen dir den Rücken stärken“, wie es die „drei Musketiere“ tun: „Einer für alle, alle für einen!“ Vor allem freue man sich auf die Expertise von Sonja Mattes als ehemaliger Referentin für Ausbildung: „Du hast den Nachwuchs im Blick.“

Die Zusammenarbeit hat Spaß gemacht

Kein klassisches Grußwort, sondern eine musikalische Würdigung, formulierte der Haus-der-Kirche-Chor: Das Team aus dem Heppenheimer Dekanatssitz ließ passend zur Melodie des Kinderliedes „Ich geh mit meiner Laterne“ keinen Zweifel daran aufkommen, dass ihm die Arbeit mit Arno Kreh Spaß gemacht hat. Und der neuen Chefin sicherte die Belegschaft zu: „Das Team unterstützt Sie sehr gerne bei allem was sich künftig tut.“ Als Geschenke gab es Laternen, passend zum Heppenheimer Laternenweg. Auch der Dekanatssynodalvorstand mit Präses Ute Gölz und der stellvertretenden Dekanin Silke Bienhaus an der Spitze würdigte Arno Kreh und hieß Sonja Mattes willkommen.

Verlässliche Zuwendung als Basis

Das Schlusswort bei dem von Ute Gölz moderierten und der Dekanatsjugendband musikalisch gestalteten Empfang stand Arno Kreh zu. „Ich kann einfach nur ,Danke!‘ sagen“, bedankte Kreh sich bei seinen Eltern, Kindern und Enkelkindern, vor allem aber seiner Frau Annette. Und bei allen Weggefährten. „Was uns trägt, das ist nicht der Event, sondern die verlässliche Zuwendung - das ist die Basis unserer Arbeit.“


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