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Gemeinde auf Energiemission

Energie sparen – Schöpfung bewahren

Die Evangelische Gemeinde Gronau/Zell ist auf „Energiemission“. Sie nimmt als erste Kirchengemeinde der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) an dem gleichnamigen Projekt teil. Dabei geht es darum, mit Hilfe professioneller Beratung unnötige Verbräuche von Heizung, Strom und Warmwasser zu vermeiden.

Nachdem der Energieberater Dieter Gräf die Gebäude besichtigt und Zähler installiert hatte, lud die Gemeinde zum Klimaschutztag ein. Corona bedingt konnten daran nicht wie geplant alle Gemeindemitglieder teilnehmen, sondern ausschließlich der Umweltausschuss und der Kirchenvorstand.  Die Gebäude – Pfarrhaus, Kirche, Gemeindehaus Gronau und Gemeindezentrum Zell – wurden gemeinsam begangen. Dabei kam es auf die Heizungen genauso an wie auf die Beleuchtung, die Isolation und die Belegung der Räume.

Energie sparen...

Die Verantwortliche für Umwelt am Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN, Cassandra Silk, erläuterte die „Energiemission“, die grundsätzlich jede Kirchengemeinde in Anspruch nehmen kann. Für Gronau/Zell wurde ein Katalog von 21 Maßnahmen erstellt, der von scheinbaren Kleinigkeiten wie der Abdichtung alter Türen in der Kirche bis zu einer neuen und effektiven Steuerung der Heizungsanlage in Zell reichten.

... und Kosten senken

Der Kirchenvorstand muss entscheiden, welche Maßnahmen umgesetzt werden sollen. Das Projekt ist zunächst auf zwei Jahre befristet. Dabei werden monatlich Messungen vorgenommen, die weitere passgenaue Maßnahmen ermöglichen sollen. Nach Erfahrung von Dieter Gräf, der viele Jahre in der badischen Landeskirche die Energiemission durchgeführt hat, belaufen sich die eingesparten Energiekosten pro Gemeinde im Schnitt auf 1800 Euro jährlich. Was es dazu braucht? Die Antwort von Gemeindepfarrerin Uta Voll: „Menschen, denen die Schöpfung am Herzen liegt und die sich für den Klimaschutz engagieren wollen.“


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